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Bestätigt: Intel Consumer High End in Q4 als LGA2011 – LGA1356 kommt ebenfalls. UPDATE 3: Erneute Bestätigung

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Ein neues im Internet aufgetauchtes Dokument bescheinigt die neue High End Consumer Plattform Intels in 2011 für das 4. Quartal. Der Name der Plattform ist, wie schon im Vorfeld bekannt, Romley. Romley ist Teil der Sandy Bridge EN und EP Serie, welche beide für das Q4 erwartet werden. Im Desktop Sektor so wie im DP/MP Server Bereich sieht Intel den LGA2011 Sockel als LGA1366 Nachfolger vor. Für Workstations und EP Server wird es zudem noch die LGA1356 Plattform geben, auch ein Nachfolger der aktuellen LGA1366 Plattform. Doch wo sind die Unterschiede?

Ein Bericht von vor ca. einer Woche bei semiaccurate bestätigt die Unterschiede wie folgt:

LGA 2011 (Sandy Bridge EP- Serie):

– 4, 6 und 8 Kerne (8/12/16 Threads)
– bis zu 20 MB L3 Cache
– 50 bis 95 Watt TDP
– PCIe 3.0
– bis zu 40 PCIe Lanes
– Quad Channel Speicherinterface
– 192 GB maximaler Speicherausbau (im Falle von Server Platinen)
– ONFi NAND Flash Memory Interface

– LGA 1356 (Sandy Bridge EN- Serie):

– 4, 6 und 8 Kerne (8/12/16 Threads)
– bis zu 20 MB L3 Cache
– 40 bis 95 Watt TDP
– PCIe 3.0
– bis zu 28 PCIe Lanes
– Triple Channel Speicherinterface
– 96 GB maximaler Speicherausbau (im Falle von Server Platinen)
– ONFi NAND Flash Memory Interface

Die Unterschiede der beiden Probanden liegen also im Speicherinterface, bei den verbauten PCIe Lanes, beim maximalen Speicherausbau sowie bei der TDP der jeweiligen Prozessoren.

Bislang führt das neue Intel Dokument lediglich den Sockel 2011 im Q4 auf. Ob der Sockel 1356 ebenfalls dort erscheint, ist nicht ganz ersichtlich, aber wahrscheinlich.

Der Sockel 1356 soll aber nach dem Willen Intels nicht im Retail Markt auftauchen. Dieser richtet sich nur an Workstations und EP (Einprozessor Systeme) Server Systeme.
Intel selber sieht für Retail Kunden den LGA2011 für Extreme und Premium Desktop Systeme vor. Die entsprechenden CPUs will Intel aber bereits im Q3 vorstellen, bis sie im Handel samt Plattform verfügbar sind, soll es aber noch bis zum Q4 dauern. Vorher sollen lediglich OEMs den Zugang zu LGA2011 samt Prozessoren bekommen.

Der Clou am LGA2011/1356 ist aber, es darf wieder über den BLCK übertaktet werden und das ohne irgendwelche Hinderungen, die Intel dort einbaut wie es aktuell beim LGA1155 der Fall ist. Beim LGA2011/1356 werden Taktgeber für z.B. SATA, USB und Co. nicht mit am BLCK hängen! Entsprechend kann wie bisher beim LGA1366 massiv über den BLCK übertaktet werden. Dies ist auch ein Indiz, das nur wieder Extreme Edition Prozessoren mit freiem Multiplikator daher kommen werden.

Leider gibt es aktuell noch keinerlei Leistungsangaben zu entsprechenden Prozessoren. Auf jeden Fall ist die LGA2011 Plattform eine sehr interessante, wenn es um absolutes High End geht. Bleibt nur abzuwarten, wie viel entsprechende Prozessoren und Mainboards kosten werden.

Sobald es was neues gibt, gibt es ein Update hier.

Update:

Es gibt weitere neue Angaben zum High End Sockel Intels aka LGA2011.

Wie oben erwähnt, wird es wohl drei verschiedene Versionen von Sandy Bridge EP geben, die je auf vier, sechs oder acht reale Kerne setzen. Vorab sei gesagt, alle Varianten erscheinen auch im Desktop Sektor. Bei den Modellen mit acht Kernen allerdings wird wohl nur die Extreme Edition, also der Nachfolger des aktuellen Core i7 990X, in den Genuss der acht Kerne/16 Threads vorerst kommen. Entsprechend dürfte der Preis also wieder bei ca. 1000 Euro liegen. Non- Extreme Editions mit acht Kernen wird es am Marktstart und auch danach erst mal wohl nicht geben.

Bei den Server Xeon Prozessoren für LGA2011 wird es sowohl bei EP (für Einprozessor Systeme) als auch bei DP (für Zweiprozessor Systeme) mehrere Versionen mit acht Kernen geben. Die dann am schnellsten takteten Achtkerner sollen aber die 1000 Euro Marke deutlich überschreiten, gerade im Falle der DP Modelle.
Alle Xeons laufen auch wie gewohnt unter dem Desktop Chipsatz X68. Neben den Xeons mit Acht Kernen wird es auch hier Vier- und Sechskerner geben. als Chipsatz sieht Intel den X68 Server Ableger vor, der baugleich ist, aber einen anderen (noch unbekannten) Namen trägt.

In der Mittelklasse- High End setzt Intel auf sechs Kerne, welche es mit Sandy Bridge EP erstmals auch für unter 500 Euro geben wird. Bisher kostet der Einstieg in die 6- Kern Welt noch deutlich mehr als 700 Euro in Form der i7 970.

Im Einsteiger- High End Bereich gibt es vier Kerne, zu welchem Preis ist nicht bekannt. Die Vierkern- Prozessoren sollen nochmal schneller arbeiten als entsprechende Vierkerner auf Sockel 1155.

Wie oben erwähnt, darf wieder über den BLCK übertaktet werden ohne eingebaute Hinderungen seitens Intels. Einen freien Multiplikator besitzt demnach, wie oben schon mal erwähnt, nur Extreme Editions. Alle anderen haben wie unter Sockel 1366 einen festen Multiplikator.

Auch was neues gibt es zum X68 Chipsatz. Vorab, aufgrund des aktuellen Themas, der SATA 2 Bug ist hier natürlich nicht enthalten! Allerdings scheint es so, das X68 doch bis zu vier SATA 3 Ports bieten könnte. Die aktuellen P67 und Co. für Sockel 1155 können nur maximal 2 SATA 3 Ports über die ICH bieten. Nativen USB 3 Support gibt es aber auch weiterhin bei X68 nicht!

Auf der Computex im Juni wird sowohl Sandy Bridge EP für LGA2011 als auch X68 zu sehen geben. Ob öffentlich oder hinter verschlossenen Türen ist nicht übermittelt. Daneben wird Intel ja wie bekannt auch erste Ivy Bridge Samples mit brandneuer 22nm Fertigung präsentieren.

Die ganzen hier genannten Details wurden bisher nicht durch Intel bestätigt!

Sobald es was neues gibt, erfahrt ihr es hier!

Update 2:

Heute gibt es weitere Details, die zu den Xeon 8- Kern Ableger. Im Desktop Segment erscheint, wie ich oben berichtete, vorerst nur der neue Extreme Edition Prozessor (990X Nachfolger) mit 8 Kernen. Im Server Segment aber gibt es weitere Ableger auf Xeon Basis mit 8 Kernen. Eine neue Intel Roadmap verrät nun erste Details dazu.

Für LGA 2011 wird es die Xeon E5-2600 Serie geben, welche sich an Dual Systeme richtet, also mit 2 Prozessoren. Wer mehr haben will (also MP Prozessoren), muss zur Xeon E5-4600 Serie greifen, wo bis zu vier solcher Prozessoren Verwendung finden können.

Wer auf LGA 2011 nur einen Prozessor benötigt, kann zur Xeon E5-1600 greifen. Diese dürfte die interessantesten für Desktop Kunden sein. Unklar bleibt weiterhin die entsprechenden Preise solcher Prozessoren.

Für den kleinen Ableger, Sockel 1356, wird es ebenfalls DP Prozessoren geben, diese nennt Intel Xeon E5-2400 Serie. Die EP Prozessoren für LGA 1356 bildet die Xeon E5-1400 Serie.

Bei allen hier genannten Serien soll es mehrere Modelle mit 8 Kernen geben. Im Falle der DP oder gar MP Prozessoren dürften die Preise aber wohl sehr sehr hoch sein. Ein Geheimtipp könnte die Xeon E5-1600 Serie werden, hier entscheidet aber letztendlich der Preis.

Update 3:

Heute hat nochmal Fujitsu den offiziellen Release Termin der High End Sandy Bridge Riege bestätigt.
Erste Systeme mit entsprechenden Prozessoren werden im Q4 ausgeliefert werden. Weiter wird bestätigt, das auch der LGA 1356 kommen wird (Details zum LGA 1356 weiter oben). Außerdem bestätigt ist das PCI Express 3 Interface.

Neu ist aber die TDP für LGA 2011. Diese darf maximal 150 Watt betragen und ist damit 20 Watt höher als noch beim aktuellen LGA 1366.

Letzterer wird übrigens mit Release des LGA 2011 in die EOL (End of Life) Phase übergehen.