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Acer H5360 – 3D Beamer für lau?

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Der Acer H5360 ist einer der günstigsten 3D Projektoren am Markt.
Aber kann man zu einem so niedrigen Preis überhaupt gute Qualität erwarten?

Technische Daten

Projektionsabstand: 1,00m-10,30m
Bilddiagonale: 27″-300″ (0,69m-7,62m)
Helligkeit: 2500 ANSI Lumen
Kontrast: 3200:1
Farbraum: 10Bit pro Kanal (1,07 Milliarden Farben)
native Auflösung: 1280×720

So viel zu den theoretischen Werten und nun zur Praxis.

Anschlüsse & Ausstattung

An Anschlussmöglichkeiten mangelt es dem Beamer wirklich nicht.
Es bieten sich folgende Möglichkeiten (auf dem Bild von links nach rechts):

Anschlüsse

Anschlüsse

  • Stromanschluss
  • RS232 (zur Ansteuerung des Beamers über den PC – vermutlich zu Reparaturzwecken)
  • D-Sub (VGA)
  • HDMI 1.3
  • Komponente
  • S-Video
  • Composite
  • Klinken-Eingan für internen 2W Lautsprecher
  • Kensington-Lock

An der Unterseite des Projektor befindet sich eine aufschraubbare Klappe zum Wechseln der Lampe, sowie die nötigen Vorrichtungen für eine Deckenmontage.

Außerdem liegen dem Projektor folgende Kabel bei (von links nach rechts):

  • D-SUB
  • Composite
  • Kaltgerätekabel (Deutschland)
  • Kaltgerätekabel (Italien)
  • Kaltgerätekabel (Großbritanien)

Sowie eine Schnellstart-Anleitung und das auf CD gepresste Handbuch.

Außerdem gibts natürlich auch noch die Fernbedienung, welche sich an der Oberseite des Beamers montieren lässt…
…und eine Tasche für den Beamer.

Bewertung

Die Anschlussvielfalt des Projektors ist vorbildlich, das Zubehör reichlich.
Leider hat Acer nicht für alle Anschlussmöglichkeiten auch entsprechende Kabel beigelegt.
Ein HDMI-, Komponenten- und RS232-Kabel, sowie ein Klinken-Kabel sucht man vergebens.
Trotzdem ist die Austattung im Verhältnis zum Preis: Sehr Gut

Menüführung

Es gibt 7 Menüs in welchen die gewünschten Einstellungen vorgenommen werden können.

Farbmenü

Im Farbmenü lässt sich die Qualität des Bildes einstellen

Man kann hier zwischen verschiedenen Voreinstellungen wählen, oder aber eine eigene benutzerdefinierte Einstellung vornehmen.
(Hinweis: Man kann voreingestellte Profile nicht verändern. Alle Veränderungen sind nur an dem einen benutzerdefinierten Profil möglich.)
Außerdem kann man einstellen, welche Farbe die Projektionswand hat und natürlich die üblichen Einstellungen wie Helligkeit, Kontrast, Farbtemperatur, Gamma, sowie die einzelnen Farbkomponenten.

Bildmenü

Bildmenü

Im Bildmenü lässt sich einstellen, ob der Beamer die Leinwand von hinten, oder von vorne bestrahlt, ob er auf einem Tisch etc. steht, oder kopfüber an der Decke montiert wurde.
Außerdem kann man hier die Schräge des Bildes nachjustieren, sollte der Beamer nicht perfekt im Lot auf die Projektionwand strahlen.
Über das Seitenverhältnis kann man dem Beamer angeben in welchem Format das Quellmaterial vorliegt (Einstellmöglichkeiten: 4:3, 16:9, LetterBox)
In diesem Menü lässt sich auch der 3D Modus (3D Vision, DLP 3D) wählen (im Bild ausgegraut), sowie der Under- bzw. Overscan des Bildes.
Damit währen die beiden wichtigen Menüs erklärt.
Unten finden sich die anderen 5, die für die Einstellung des ECO Modus, Sicherheitseinstellungen, Timer Funktion, Sprachauswahl etc. zuständig sind.

Bewertung

Die Menüführung ist sehr übersichtlich und intuitiv, sodass man sich schnell zurecht findet.
Auch die wichtigsten Funktionen zur Einstellung des Bildes sind vorhanden.
Allerdings wären einige Funktionen, wie das Anlegen mehrerer benutzerdefinierter Profile, oder das Anpassen der voreingestellten Profile.
Die Menüführung ist auf jeden Fall Gut gelungen.

Bildqualität 2D

Die Bildqualität des Projektors kann sich durchaus sehen lassen.
Zwar setzt der H5360 hier keine Maßstäbe, das sollte bei so einem Preis allerdings klar sein.
Der Kontrast ist hoch genug, dass man auch in dunklen Szenen Details noch gut erkennen kann.
Die Farben sind zwar nicht ganz natürlich, jedoch fällt das in Filmen kaum auf.
Größtes Manko des Beamers ist der Regenbogen-Effekt, der – abhängig vom Bildmaterial – manchmal mehr manchmal weniger stark auftritt.
Allerdings haben alle DLP Projektoren dieser Preisklasse das Problem.
Selbst teure DLP Projektoren haben damit zu kämpfen.
Erst bei den 3Chip Geräten taucht das Problem nicht mehr auf, allerdings reden wir dann von preisen jenseits der 10.000€.

Bewertung

Eine Referenz an Qualität kann man für 550€ wohl nicht erwarten, das sollte jedem klar sein.
Wer allerdings nicht unbedingt das beste Schwarz, die meisten Details und die natürlichsten Farben braucht, wird mit dem Bild sehr gut zurecht kommen, wäre da nicht der Regenbogen-Effekt, der manch Einen durchaus sehr stören könnte.
Das Bild ist imer Verhältnis zur Preisklasse überdurschnittlich deswegen: Sehr Gut – Gut

Bildqualität 3D

Der H5360 unterstützt zwei 3D Technologien, die beide auf dem Shutterverfahren beruhen.
Für NVidia’s 3D Vision werden zusätzlich noch eine NVidia Shutterbrille und ein IR-Sender benötigt.
Für DLP 3D von Texas Instruments, ist lediglich eine zusätzliche Brille erforderlich, allerdings wird diese Technik von vielen Spielen nicht unterstützt, weshalb 3D Vision hier einen kleinen Vorteil hat.

Als Software empfielt sich der Totalmedia Theater Player 5, PowerDVD 10 Ultra 3D, oder auch der Stereoscopic Player bzw. 3D Vision Player.
(Hinweis: Der Totalmedia Theater Player 3 unterstützt auch beide Technologien, jedoch nur mit dem kostenpflichtigen Sim3D Plugin).

Kommen wir nun zur Eigentlichen Qualität der 3D Darstellung.
Wer bereits 3D Vision auf seinem LC Display ausprobiert hat, wird wissen, dass der 3D Effekt zwar oft gut herauskommt, aber das Bild mit störendem Ghosting und Farbverfälschungen übersäht ist.
Das Problem liegt hier in der Reaktionszeit der LCDs, die beide Bilder (für linkes und rechtes Auge) nicht zu 100% richtig trennen können, wodurch Bildinformationen des rechten Bildes in das linke Auge gelangen können und umgekehrt.
Da DLP Beamer aber eine deutlich geringere Reaktionszeit haben, als ihre LCD Pendanten, gelingt es hier den Ghosting Effekt zu minimieren.

Dem Acer H5360 gelingt dies ausgezeichnet, sodass Ghosting und Farbverfälschungen nicht nur minimiert, sondern sogar komplett beseitigt werden.
Dafür muss eben der oben schon erwähnte Regenbogen-Effekt in kauf genommen werden.

Bewertung

Das 3D Bild ist hervorrganed und schlägt jeden 3D LCD um Längen, allerdings auch zum Preis des Regenbogen-Effekts.
Das 3D Bild ist im Verhältnis zum Preis: Sehr Gut

Fazit

Zusammenfassend kann man Acer nur loben.
Das Bild ist zwar nicht so gut, wie bei den teuren Modellen, jedoch in der Preisklasse ausgezeichnet.
Das einzige wirkliche Manko des Beamer ist der Regenbogen-Effekt, der aber mehr als aufgewogen wird durch einen exzellenten 3D Modus.
Die Auflösung von 1280×720 erlaubt zwar nicht die Darstellung einer Blu-Ray in ihrer vollen Schärfe, jedoch reicht die Auflösung aus um ein gutes klares Bild zu erzeugen.
Außerdem wird sich die Grafikkarte bei 3D Spielen sehr bedanken, wenn sie die Bilder nicht in 1080p Auflösung berechnen muss, sodass man rechenintensive Effekte wie Tesselation nicht unbedingt abzuschalten braucht.
Sonst sind mir keine weiteren Schwapunkte an diesem Gerät aufgefallen,
also: Ein wirklich guter Projektor, der seinen Preis alle mal wert ist.

Wer sich gerne noch weitere Anregungen zum Acer H5360 holen möchte, der kann auch gerne bei AreaDVD vorbeischauen.
Die Kollegen dort waren auch sehr von dem Projektor begeistert und haben in lediglich deswegen nicht auf Ausgezeichnet eingestuft, weil sie die 3D Warnmeldung gestört hat, die bei jedem Umschalten in den 3D Modus auftauchte (diese Meldung ist mit der aktuellen Firmware jedoch abstellbar).

Helligkeit bei Zimmer- und Tageslicht(am 01.03, 11:34Uhr)

Bei Zimmerlicht

Bei eingeschalteter Zimmerbeleuchtung, kann der Beamer sein Bild dennoch sehr gut rüberbringen. Es werden kaum Details verschluckt.
Nur der Schwarzwert ist dann natürlich alles andere las ideal-

Bei Tageslicht

Bei der Tageslichteinstrahlung ist zu erwähnen, dass sich das Fenster hinter der Leinwand befindet und noch ein Fernsehgerät dazwischen steht.
Daher war es nicht leicht mit dem Handy den Kontrastumfang des Bildes richtig einzufangen und die entstandenen Bilder sehen somit nicht ganz so gut aus, wie das Bild in Wahrheit ist.
Auch bei Tageslichteinstrahlung ist es möglich den Beamer zu verwenden, allerdings sollte man dann darauf achten, dass das Sonnenlicht nicht direkt auf die Projektionsfläche fällt, weil an diesen Stellen selbstverständlich nichts zu sehen ist.
Bei diffusem Raumlicht hingegen dürfte die Projektion kein großes Problem sein.
Allerdings sei hier gesagt, dass die Helligkeit des Beamers etwas angehoben werden sollte und auch einige Details im Tageslicht untergehen.

Für alle selbst gemachten Bilder wurde die Kamera meines Galaxy S herangezogen, deswegen entschuldige ich mich, falls die Bildqualität nicht ganz so gut sein sollte wie gewünscht.
Ich denke aber man kann aus den Bildern einigermaßen gute Schlüsse ziehen.

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Kommentare (18)


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Wie er mir wieder meine Sprüche klaut ne ^^

Der TV kann aber kein 3D.
Außerdem wär er mir für 3D zu klein.

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:D weisst du warum der dir zu klein ist?
weil du zu weit davon weg sitzt ;)

aber letztendlich ist es ne geile sache mit dem 3D beamer! und einfach bezahlbar, das ist das krasse daran... :D
ich hab hier ja auch ne "16:9" wand mit 5,3m breite und 2,5m höhe so ungefähr... komplett weiss! aber unten rechts steht nen heizkörper in braun, darum müssts ichs weng verkleinern.
da ich hier theoretisch noch 4,5 jahre bin kanns auch mal passieren das ich mir nen beamer anschaffe... weil der hier lässt einfach hoffen auf mehr :) zu menschlichen preisen!

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Thx für die Fotos

war mir wichtig, dass man auch mal auf Parties und Presentationen gut was erkennt, ohne den ganzen raum abdunkeln zu müssen.

allerdings hat deine Leinwand auch noch Spielraum was maximalen Kontrast und Ausleuchtung angeht ^^

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Das ist wohl war ^^
Da werd ich mir noch nen schönen Rahmen basteln.
Vor allem die Falten nerven zT doch.

@Addy: Naj die Größe der Wand allein ist nur der eine Teil du brauchst auch ne entsprechenden Abstand vom Beamer zur Wand.
Um deine ganze Wand mit dem Bild abdecken zu können bräuchtest du einen Mindestabstand vom Beamer zur Wand von 8m.

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Hört sich schon mal sehr interessant an! Welchen Abstand braucht man denn bei ca. 2 m Diagonale?
Kommt der 3D Effect tatsächlich ähnlich wie im Kino rüber? Wie schon wo anders geschrieben, Nvida 3D Kit ist vorhanden.

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Also für ca. 2m Diagonale solltest du ungefähr 2,7-3m Abstand haben.
Der 3D Effekt in Filmen kommt super an, bei Spielen ist das sehr stark vom Spiel abhängig da kann es auch dazu führen, dass es zu stark irrtiert, wenn man das Bild zu groß einstellt. Aber in Filmen 1a.

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Dann werde ich mich mal intensiver damit beschäftigen! Welche Leinwand wäre denn empfehlenswert? habe gelesen daß es hier auch Unterschiede geben soll, Preislich wie Qualitativ.

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Das ist richtig, aber damit habe ich mich noch nicht genauer beschäftigt.
Ich verwende zur Zeit ein Bettlaken das geht auch :D aber auf lange Sicht ist das nicht das Beste. Ich werd mich aber damit auseinander setzen sobald ich mal n bisschen mehr Zeit habe.

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So, die Entscheidung für den Beamer ist gefallen! Nur der Zeitpunkt steht noch nicht fest. (aber wie ich mich kenne... :) )
Habe mir die Daten mal bei Alternate angesehen. (keine Werbung, ist mein " Hausladen" )
Da wird die Bildfrequenz mit "nur" 50-85 Hz angegeben. Beim Monitor sind doch mind. 120 Hz erforderlich.
Braucht`s daß denn beim Beamer nicht?

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Klar braucht man da 120Hz und das kann der Beamer auch (aber nur in 720p).

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