ganz einfach: das liegt an der Länge der Leitung und intelligentem Multiplex!
Eine doppelte Kupferlitze, so wie sie im Haustelefonanschluss verwendet wird ist nachrichtentechnisch nicht optimal. Sie hat eine recht hohe Induktivität was bei hohen Frequenzen zu einer höheren Dämpfung führt. Je länger die Leitung, desto höher die Induktivität, desto hoher die Dämpfung, desto geringer der Signal-Raush-Abstand, densto geringer die Bandbreite, desto geringer die Übertragungsrate.
DSL ist ne tolle Erfindung, durch DSL braucht nicht jedes Haus einen Glasfaseranschluss. Das Prinzip ist ein optimiertes Frequenzmultiplex speziell für deinen Anschluss. ... Bei jedem DSL Verbindungsaufbau wird der Signal-Rausch-Abstand von deinem Router gemessen und zwar für jede Frequenz. In der Fritzbox kannast du dir das Ergebnis dieser Messung im Spektrum anschauen.
Nach diesem Ergebnis wird für jede Frequenz errechnet wie viele Phasen auf jeder Frequenz übertragen werden können. Das nennt man Phase-Shift-Keying. Dann gibt dein Router die Ergebnisse seiner Berechnungen an den Provider weiter und der Provider sendet dann mit den "abgesprochenen" Frequenzen und Phasen die Bits zu dir. So wird für deine spezielle Leitung immer die optimale Bandbreite ausgenutzt.
Die Frage ist: Wie weit ist es von deinem Router bis zum nächsten Glasfaseranschluss? Also: Wie weit musst du durch "lahmes" Kupfer?
bist du sehr dicht dran kann die komplette DSL-Bandbreite genutzt werden und zwar mit maximaler Phasenanzahl. Die maximale Datenrate beträgt dann so um die 18000kbit/s. Ist es Weiter bis zum nächsten Glasfaserumsetzer bricht die Bandbreite und die maximale Phasenzahl ein und du bekommst nur noch 4000kbit/s oder 1000kbit/s. Aber immer das maximum, was deine Kupferleitung hergibt. (wenn dein Provider nicht begrenzt)
In Städten ist es meißtens nicht weit bis zum nächsten Glasfaserknoten. Auf Dörfern schon weiter weil das Datenaufkommen pro Fläche in Städten natürlich viel höher ist und desshalb natürlich viel mehr Bandbreite zur Verfügung gestellt werden muss (also Glasfaser)
Auf dörfen können es schonmal 1-3km Kupferkabel sein. In Städten sinds oft weniger als 300 Meter.
VDSL geht noch einen Schritt weiter. Es setzt eine bestimmte Höchstgrenze für die Länge der Kupferleitung die nicht überschritten werden darf und kann daher auf noch höhere Frequenzen setzten und damit die Bandbreite erhöhen und zusätzlich werden die Multiplexverfahren noch weiter optimiert.
Hast du jetz Glasfaser bis in den Keller und musst nur noch 20 oder 30 meter Kupfer durchlaufen ist rein theoretisch noch 10mal mehr Datenrate möglich ... also 1000Mbit.
Das selbe gilt auch für "Gigabit-LAN" ... vom Prinzip her ist es das selbe Frequenz- und Phasen-Multiplex wie DSL nur dass hier 2 oder 3 Leitungen zur Verfügung stehen und die Leitungslänge schon durch den Namen auf "Lokal" beschränkt wird. Desshalb ist die Datenrate auch nicht dynamisch wie beim DSL sondern statisch.



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