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Thema: OC-Glossar

  1. #1
    CMS Direktion GmbH&Co. kg Avatar von SimsP
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    Standard OC-Glossar

    Wenn es um OC geht, dann gibt es viele Begriffe und Einstellungen, die vielen Leuten erst einmal gar nichts sagen.
    Oft muss man sich die Informationen mühsam im Internet zusammensuchen, wobei die meisten Webseiten einige Begriffe zwar erklären, andere jedoch wiederum weglassen.
    Aus diesem Grund wird hier im Hardwareboard jetzt ein Glossar gebaut, der mit dem ganzen Begriffe Wirrwarr und Halbwissen, das überall im Netz rumgeistert, Schluss machen soll.
    Dazu bitte ich jetzt einfach mal jeden hier im Forum, der sich in diesem Bereich auskennt sich den vorläufigen Glossar anzuschauen und Begriffe, die bisher noch nicht genannt wurden, mit einer passenden Erklärung hinzuzufügen bzw. etwaige Fehler zu finden, oder Beschreibungen zu verbessern.
    Den Anfang mache ich mal mit den üblichen OC Einstellungen, die bei Core i7 Systemen von Bedeutung sind.

    BCLK Frequenz: Äquivalent zum FSB bei Sockel 775 Systemen, stelt der BCLK bei Core i7 Systemen den Referenztakt des Systems dar.
    An ihn sind der CPU-Takt, der Speicher-Takt und der QPI-Takt gebunden.
    Dabei ergibt sich der CPU-Takt aus dem BCLK-Takt multipliziert mit dem Multiplikator der CPU.
    Beispiel: Beim Core i7 920 beträgt der Standard Multiplikator 20.
    Der Standard BCLK Takt liegt bei 133 MHz -> 133 MHz x 20 = 2,66 GHz

    UCLK Frequenz:
    An diesen Takt sind der L3-Cache, der Speicher-Controller und der QPI-Controller gebunden.
    Die UCLK Frequenz muss immer mindestens doppelt so hoch sein, wie der Takt des Arbeitsspeichers.
    Beispiel: Die Geschwindigkeit des RAM beträgt DDR3-1333 -> UCLK-Frequenz = 2666MHz

    QPI Link Data Rate:
    QPI steht für "quick path interconnect" unstellt die Verbindung zwischen CPU und Northbridge dar.
    Ein übertakten der QPI hat bisher keine spürbaren Geschwindgkeitsvorteile gebracht.
    Daher sollte der Wert beibehalten werden.

    CPU Voltage:
    Die VCore Spannung wird beim Übertakten dazu verwendet einen höheren Takt zu stabilisieren, oder beim Undervolten einen niedrigeren Stromverbrauch und dadurch geringere Wärmeabgabe des Prozessors zu erreichen.
    Doch Achtung: Eine zu hohe Spannung kann irreparable Schäden an der Hardware verursachen.
    Eine zu niedrige Spannung kann die Stabilität des Systems negativ beeinflussen.
    Für i7 Prozessoren wie den i7 920 gibt Intel eine max VCore Spannung von 1,38V an.

    CPU PLL Voltage:
    Da bei Handelt es sich quasi um den Frequenz-Generator der CPU.
    Laut diversen Herstellen sollte die Spannung nicht über 1,89V angehoben werden.

    QPI Voltage:
    Spannung für den QPI-Link liegt standardmäßig bei einem Wert von 1,2V.
    Laut Meinungen erfahrener Übertakter sollte die Spannung nicht über 1,35V bzw. 1,4V angehoben werden, wobei eine Spannung zwischen 1,35V und 1,4V bereits als kritisch anzusehen ist.

    IOH Voltage:
    Spannung der Northbridge. Diese liegt bei X58 Boards standardmäßig bei 1,1V.

    IOH PCIe Voltage:
    Spannung der, an die Northbridge angebundenen, PCIe Slots. Diese liegt bei X58 Boards standardmäßig bei 1,5V.

    ICH Voltage:
    Spannung der Southbridge. Diese liegt bei X58 Boards standardmäßig bei 1,1V.

    ICH PCIe Voltage:
    Spannung der, an die Southbridge angebundenen, PCIe Slots. Diese liegt bei X58 Boards standardmäßig bei 1,5V.

    DRAM Bus Voltage:
    Die Spannung für den Arbeitsspeicher sollte bei Core i7 Systemen nicht über 1,65V angehoben werden, da sonst Schäden an CPU und RAM auftreten können.

    DRAM Data Ref Voltage on CHA/CHB/CHC:
    Der Multiplikator erlaubt es die Spannungen der einzelnen RAM-Channels separat anzusteuern.
    Bei Sockel 1366 Systemen gibt es 6-RAM Slots die zu 3 Channels (A, B und C) mit jeweils zwei Speichermodulen zusammengefasst werden.

    VDroop:
    Bevor wir zum nächsten Punkt übergehen müssen wir erst den Begriff VDroop erklären.
    Wie gut ein Mainboard auch ist, so schafft es doch nicht die Spannung 24/7 auf exakt dem gleichen Wert zu halten. Schwankungen sind an der Tagesordnung.
    In der Regel sind diese jedoch so niedrig, dass sie im Betrieb kaum auffallen und nicht stören.
    Setzt man die CPU jedoch unter Last, so kann es vorkommen, dass sich Spannungsspitzen bei der VCoreSpannung bilden, die die Hardware beschädigen könnten.
    Aus diesem Grund gibt es ein Verfahren namens VDroop.
    Es sorgt dafür, dass die VCore minimal abgesenkt wird, sobald sich die CPU unter Last befindet. Dadurch wird eben diesen Spannungsspitzen vorgebeugt, die sonst die CPU irreparabel beschädigen könnten.

    Load Line Calibration:
    Die Load Line Calibration steht in direktem Kontrast zur VDroop.
    Sie vemindert den Effekt der VDroop und sorgt so dafür, dass beispielsweise beim Übertakten die CPU immer noch mit einer VCore stabil läuft, wo sie sonst dank der VDroop und einer minimal verringerten VCore Spannung zum Absturz gekommen wäre.

    CPU Differential Amplitude:
    Wenn die CPU übertaktet wird, kann es bei höheren Taktraten leicht zu Signalrauschen bzw. -störungen kommen.
    Daraus resultieren dann BSoDs oder Fehler in Dateien.
    Um Störungen bei höherem Takt zu vermeiden kann man das Taktgebersignal mit ausreichend hoher Amplitude (Spannungsunterschied) verstärken und somit Signalstörungen vorbeugen.
    Bei einer Bloomfield CPU wird bei der Standard-Einstellung "Auto" eine Amplitude von 610mV genutzt.

    CPU Spread Spectrum:
    Durch das CPU Spread Spectrum soll der Aufbau elektro-magnetischer Interferrenzen vermindert werden, indem der Takt der CPU um einige MHz moduliert wird.

    PCIe Spread Spectrum:
    Analog zu CPU Spread Spectrum.


  2. #2
    Erfahrener User Avatar von swansong
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    Standard

    So, ich fang mal an zu Phenom II Systemen was zu schreiben und werd das nach und nach ergänzen.

    CPU Clock Ratio:

    Ratio steht für den Multiplikator, der für die Berechnung des CPU Taktes herangezogen wird. Diese sieht wie folgt aus: CPU Frequency x CPU Clock Ration = Prozessortakt. (Bsp.: 200Mhz x 16 = 3200Mhz bzw. 3,2Ghz).
    Bei den BE Versionen (Black Edition) ist dieser nach oben hin frei, kann also erhöht und gesenkt werden. Besitzt man keine Black Edition kann er nur gesenkt werden. Eine Black Edition ermöglich also sehr "einfaches" OC.
    Bei einer Anhebung kann es nötig sein die Spannung (Vcore) zu erhöhen (CPU Voltage).

    CPU Northbrige Freqency:
    Hier kann man ebenfalls in Form eines Multiplikators die Taktrate der Northbridge erhöhen oder senken. Eine Erhöhung bringt einen Performancegewinn mit sich. In der Northbridge ist der Speichercontroller und der L3-Cache untergebracht, diese werden also mit dem ausgewählten Takt betrieben. Bei AM3 Systemen ist der Standardtakt 2Ghz.
    Berechnet wird der Takt durch den Referanztakt und den hier gewählten Multiplikator. Bei einer Anhebung kann es nötig sein die Spannung (Northbridge Volt Control) zu erhöhen.

    CPU Frequency:
    Dahinter verbirgt sich der sogenannte Referanztakt des Phenom II. Dieser wird zur Berechnung des CPU Taktes herangezogen. Diese sieht wie folgt aus: CPU Frequency x CPU Clock Ration = Prozessortakt. (Bsp.: 200Mhz x 16 = 3200Mhz bzw. 3,2Ghz).
    Besitzt man keine CPU mit frei wählbarem Multiplikator (Black Edition), ist dies die einzige Möglichkeit zum Übertakten. Eine Änderung dieses Taktes bringt neben dem Prozessortakt auch Veränderungen der CPu Northbridge Frequency, des Ramtaktes (Memory Clock) und der HT Link Frequency mit sich. Man sollte diese Komponenten also alle im Blick behalten und ggf. anpassen.
    Bei einer Anhebung kann es nötig sein die Spannung (Vcore) zu erhöhen (CPU Voltage).

    HT Link Frequency:
    Hier kann man ebenfalls in Form eines Multiplikators die den Hyper Transport Takt erhöhen oder senken. Wichtig dabei ist, dass der Takt nicht über dem der Northbridge liegen darf. Im allgemeinen wird eine Erhöhung hier aber keine wirklich spürbaren Performanceverbesserungen bringen. Eine große Übertaktung lohnt hier daher nicht.

    Memory Clock:
    Hier wird der Takt festgelegt mit dem der Arbeitsspeicher taktet. Auch dieser ist wieder vom Referenztakt abhängig. Je nach Hersteller und BIOS gibt es hier verschiedene Einstellungsmöglichkeiten. So kann es sein, dass man den Speichertakt auswählen kann (DDR3 - 1066, 1333, 1600 ...) oder eine Art Multiplikator (4,00 5,33 6,66 8 ...). Im Prinzip sind das nur Unterschiedliche Bezeichnung für dieselbe Sache. Wichtig ist die Berechnung dahinter:
    Referenztakt x Multiplikator = RAMtakt. Erhöht man bspw. den Referenztakt auf 250Mhz ergibt sich: 250Mhz x 5,33 (DDR3-1066) = 1332,5MHz (entspricht also DDR3-1333).
    Wichtig: Stellt man hier einen anderen Wert als den vorgegebenen ein, ändern sich die Timings. Diese sollten also im Vorfeld manuell fixiert werden, wenn man den Speicher nicht übertakten will.

    NB Vid:
    Eine Spannung die etwas mit der Kommunikation zwischen der CPU und der Northbridge zu tun hat. Je höher man ocen will, umso wichtiger wird diese Spannung. Mit einer Erhöhung hier können wir Stabilität mit geringerer Vcore erreichen. Im Vorgehen bietet es sich an die Spannung vom Standardwert 1,1V auf 1,2 zu erhöhen, dann den Takt zu suchen, den man will und dann die NBVid zu senken, dass alles noch stabil ist.
    Andersherum kann man, wenn z.B. nur einzelne Kerne beim Stabilitätstest ausfallen über eine leichte Erhöhung der NBVid erreichen, dass alles stabil läuft. Hier muss man einfach rumprobieren.

    CPU Voltage (Vcore):
    Die Kernspannung unserer CPU. Beim Übertakten wird man früher oder später dahin kommen, dass man diese erhöhen muss. Allerdings sollte man dann beim Stabilitätstest die Temperaturen im Auge behalten. Ein dauerhaftes Überschreiten von 60° ist nicht zu empfehlen. Ebenso eine Spannung über 1,5V.

    Cool & Quiet:
    Der Stromsparmechanismus von AMD, der die CPU entsprechend ihrer Belastung taktet. Beim Übertakten empfiehlt es sich generell diese zu deaktivieren. Wenn wir den Multi im BIOS fixieren dürfte dies eh geschehen sein.

    Hilfreiche Tools:
    Es gibt für die Übertakterei zwei Tools, die man unter Windows nutzen kann.

    AMD Overdrive:
    Download hier: http://sites.amd.com/us/game/downloa.../overview.aspx
    Das ist ein Tool in dem im wesentlichen alle Einstellungen, die ich oben genannt habe vorgenommen werden können. Ich persönlich nutze es nicht, da es bei mir z.T. instabil war. Andere Nutzer haben damit sehr gute Erfahrungen.

    K10Stat:
    Download hier: http://www.freeware.de/download/k10stat_48811.html
    Das ist ein Tool mit dem wir unter Windows den Multi der CPU sowie die Spannungen Vcore und NB Vid verändern können. Mit diesem Tool kann man auch ein eigenes Cool & Quiet nachbauen. Eine ausführliche Anleitung gibt es hier: http://www.greencomputingportal.de/a...und-parameter/

    Ich übernehme aber keine Haftung für die Inhalte auf den verlinken Seiten!!! Kann ja sein, dass sich dieser mal verändert.
    Geändert von swansong (21.05.2011 um 09:43 Uhr)
    AMD Phenom II X4 955 BE @ 3,88GHz
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  3. #3
    Intel & Nvidia Fan Avatar von Viper
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    Jetzt haben wir hier zwei OC-Anleitungen, besser wäre es die beiden Anleitungen aufzusplitten, eine in einen Intel und die andere in einen AMD Thread.




  4. #4
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    Mach ich bei Gelegenheit... sobald ich dazukomm.
    Ein paar Sachen überschneiden sich ja auch bei beiden.


  5. #5
    Erfahrener User Avatar von swansong
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    Update oben.
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  6. #6
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    Super Sache!
    Dann sollte das wer vllt. mal zusammenfassen... ich hab grad bemerkt, dass ich nicht die benötigten Rechte in dem Forum habe ^^


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