
Der bekannte Chief Scientist von Nvidia, Bill Dally, sprach mit Xbitlabs über die zukünftige Rolle der Grafikkarten. Die grobe Vorstellung des Chief Scientist: Mehr pure Leistung und besser programmierbar. Gerade letzteres will Nvidia in Zukunft deutlich verbessern. Künftige Anwendungen sollen alle Gebrauch von der Grafikkarte machen, da diese viele Aufgaben schneller ausführen können, als die klassischen CPUs. Allerdings soll durch den Fokus, bessere Programmierbarkeit, die Leistungsentwicklung nicht außer Acht gelassen werden. Das Tempo der Leistungserhöhung neuere GPUs ggü. ihren alten Vorgängern dürfte mind. genau so schnell vorangehen, wie aktuell.
Gleichzeitig betonte er aber, dass die Spielindustrie hier noch nicht mitziehen kann und einiges der maximal möglichen Leistung einer neueren GPU anfangs noch brach liegt. Auch hier will Nvidia ansetzen und den Spielentwicklern durch eben eine bessere Programmierbarkeit von Grafikkarten unter die Arme helfen. Leider ginge dies jedoch nicht immer, aus den verschiedensten Gründen.
Neuere Rendertechniken wie Raytracing seien durch ihre Komplexität einfach zu aufwendig und daher aktuell kein Thema für einen Spieleentwickler. Wenn Nvidia hier ansetzt und dies bei künftigen GPUs mit ihrer besseren Programmierbarkeit erleichtert, könnte auch der Spielemarkt schneller Fortschritte erzielen.
Auch erwartet er, dass künftig das Betriebssystem die GPU mehr in die Arbeit mit einbezieht. Heute kann ein Betriebssystem zwischen echten und unechten Kernen (Hyper Threading) unterscheiden und die Aufgaben entsprechend effizienter verteilen. Künftig soll das Betriebssystem die Aufgaben auch effizienter zwischen CPU und GPU aufteilen, um so eine bessere Gesamtleistung zu erzielen. Das Betriebssystem weißt dann, welche Aufgaben auf der CPU schneller berechnet werden können und welche auf der GPU.
Gerade Parallele Aufgaben können auf der GPU wesentlich schneller berechnet werden.
Das ganze Interview gibt es ausführlich hier.
