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NVidia sortiert Karten im mobilen Markt neu

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Der Tegra2 Nachfolgechip mit Codenamen Kal-El, soll erst gegen Ende 2011 vorgestellt werden.
Damit ist NVidia etwas in Verzug geraten, da Kal-El ursprünglich bereits im Oktober fertig sein sollte pünktlich zum Launch von Android 4.
Was genau die Verzögerung verursacht hat ist unklar, einen Nachteil will NVidia daraus allerdings nicht ziehen, da erste Tablets mit Kal-El bereits bei dessen Release erscheinen sollen.
Erste Smartphones mit dem neuen Chip wird es allerdings frühestens erst im zweiten Quartal 2012 geben. So weit die bisher auch weitestgehend bekannten Fakten.

Tegra Roadmap

Neu ist allerdings, dass NVidia zwischen Kal-El und dem nächsten SoC Wayne einen weiteren Chip bringen will mit Codenamen Kal-El+.
Auf Basis dieses Chips und mit Hilfe der ARM Version von Windows 8 will NVidia dann den ersten Schritt in Richtung Notebook-Markt machen.
Dabei geht Firmenchef Jen-Hsun Huang davon aus, dass Windows 8 erst gegen Ende 2012 oder Anfang 2013 erscheinen wird.
Kal-El+ ist bereits für Mitte 2012 angesetzt.

Warum NVidia diesen Schritt vollzieht ist nicht ganz klar, da Wayne mit seinem potentiellen Unified-Shader Grafikchip die geeignetere Wahl für ein Windows System wäre. Dieser soll jedoch frühestens gegen Ende 2012 erscheinen.
Da liegt die Vermutung nahe, dass Kal-El+ ein Lückenbüßer sein wird, der die Marktlücke solange stopfen soll bis Wayne in großen Stückzahlen verfügbar sein wird.
Es könnte natürlich auch sein, dass NVidia bereits mit Kal-El+ einen neuen Grafikchip einführen wird, doch das ist unwahrscheinlich.
Vermutlich wird es sich bei Kal-El+ um eine modifizierte Version von Kal-El handeln – wie der Name auch schon suggeriert – die über Kompatibilität zu Microsofts DirectX verfügt.

Kurz nach Wayne sollen auch die ersten SoCs mit NVidias hauseigener 3G/4G Mobilfunktechnik, die man sich durch die Übernahme von Icera eingekauft hat, unter dem Codenamen Grey erscheinen.
Zur gleichen Zeit will NVidia dann – wie viele andere Hersteller mittlerweile auch – ein eigenes Betriebssystem anbieten.

Spätestens bis 2015 will Nvidia den Großteil des mobilen Marktes mit den eigenen Chips versorgen.
Ein sehr hochgestecktes Ziel, wenn man bedenkt, dass Apple immer noch die größte Macht am mobilen Markt ist und bislang kein Anzeichen gegeben hat die Chips für eigene Geräte nicht mehr selbst entwickeln zu wollen.
Außerdem müsste NVidia endlich zur Technik der Konkurrenz aufschließen, was gerade bei den aktuellen Tegra2 Grafikchips und CPU Kernen ganz und gar nicht der Fall ist.
So setzen mittlerweile immer mehr Hersteller wieder auf Eigenkreationen oder Produkte der NVidia Konkurrenz, wie Qualcomm oder Texas Instruments.

Quelle:
  • www.heise.de