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IBM – neues Patent für SSDs mit variabler Kapazität

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Zunächst hört sich das vllt. etwas seltsam an und viele fragen sich sicherlich:
„Warum brauch ich denn eine variable Kapazität? Ich verwende doch – wenn möglich – so viel vom vorhandenen Speicher wie nur geht.“
Aber der Gedanke hinter dem Patent ist ein ganz anderer.

IBM will es Kunden ermöglichen sich selbst aussuchen zu können, wie viel Speicher sie aktiv benutzen möchten und welcher Anteil der SSD ungenutzt als Reserve zurückgehalten werden soll, für den Fall das einige aktive Speicherzellen ausfallen sollten (was durch den Alterungsprozess einer SSD nach und nach geschieht).

Der Kunde kann also selbst bestimmen, wie hoch die Lebenserwartung seines Speichermediums in Zukunft sein wird.
Dazu soll man über die Firmware einstellen können, welchen Speicherplatz man minimal haben möchte und wie lange die SSD funktionstüchtig bleiben soll.

Das Interessante: Selbst während ihres Einsatzes könnte die SSD ein Selbstdiagnose Programm laufen lassen und so den Speicherbereich je nach Bedürfnis dynamisch anpassen.
Der SSD-Controller könnte dann den Zugriff freien Speicher gestatten, oder verweigern, um die angesetzte Lebenszeit der SSD zu sichern.

Dieses Verfahren ist vor allem für Unternehmen interessant, die wichtige Daten mit absehbarem, möglichst geringem Risiko sichern wollen, da hierbei die Lebensdauer des Speichermediums ziemlich gut vorhersagbar ist und im Notfall auch angepasst werden kann.

Quelle


Kommentare (10)


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Halte ich generell für keine allzuschlechte Idee, allerdings für den Desktop-Markt eher fragwürdig und auch nur so lange sinnvoll, bis SSDs eine ähnliche Lebensdauer wie HHDs erreichen.

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Finde ich besser als Hybrid HDDs, aber erstmal muss die Praxis zeigen, das es so wirklich funktioniert.

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sicher besser als hybride, aber auch extrem teuer nehm ich an..

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?? Was hat denn das mit Hybrid HDDs zu tun?
Der Vorteil von Hybrid HDDs liegt ja vor allem in einem großen günstigen Speicher bei gleichzeitig ähnlicher Geschwindigkeit wie bei SSDs (so die Theorie).
Das beabsichtigt IBM damit ja nicht. Der Speicher von SSDs wird dadurch nicht auf einmal deutlich größer werden.

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Ich nehme an, Masku zieht den Vergleich heran, da man bei den Hybriden auch die hohen Geschwindigkeiten von SSDs mit der normalerweise hohen Lebensdauer von HDDs kombiniert.

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So ist es.

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Das ist mal durchaus interessant, aber noch besser fände ich ein Patent für eine SSD, die nicht altert und somit nicht mit der Lebensdauer zu kämpfen hat

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Aber eine SSD hat doch eine genauso hohe Lebenserwartung wie eine HDD, einige schätzen sie sogar höher.
Das Problem ist halt: SSDs sind noch nicht so sonderlich alt. Deswegen kann man aktuell noch nicht viel dazu sagen wie alt sie wirklich werden.

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joa, im moment kann man noch nicht viel dazu sagen. aber wenn ein hersteller so ein patent einreicht, heißt das doch, dass der nicht sonderlich von der lebensdauer überzeugt ist....

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Nein, das heißt nur, dass er möchte, dass seine Kunden die Möglichkeit bekommen zu wählen, wie alte das Gerät werden soll.
Das kann fünf Jahre sein, das kann 20 Jahre sein.
Gerade bei großen Unternehmen ist die Langlebigkeit der Laufwerke ein echtes Problem und IBM würde so die Möglichkeit bieten, dass sich die Unternehmen darauf einstellen können, wann die Speicher erneuert werden müssen. Das Restrisiko wird dadurch erheblich verringert.

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