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ARM ist die Zukunft?! – NVidias Einstieg in den CPU-Markt

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Bereits vor einigen Tagen hieß es seitens NVidia, die x86 Architektur sei am Ende und die Zukunft gehöre ARM.
Diese Aussage traf NVidia verständlicherweise, da sie seit Jahren erfolglos versuchen eine x86-Lizenz zu erwerben, um eigene Prozessoren fertigen zu können.

Nun setzt man bei den Grünen offensichtlich auf ein anderes Pferd und lässt den Worten auch gleich Taten folgen.
Aktuell ist bereits der Tegra2 (basierend auf Cortex A9) SoC bei vielen Herstellern mobiler Geräte sehr beliebt, da er sehr hohe Performance, bei nur geringem Stromverbrauch und Wärmeabgabe bietet.
Doch die Zukunft soll nicht nur im mobilen Bereich weitergehen.
Auf der CES teilte man seitens NVidia nun mit, dass man in einer Partnerschaft mit ARM sich die Rechte gesichert habe künftig CPUs auf Basis der ARM Architektur zu fertigen.
Anfangs will der Grafikkartenhersteller unter dem Projektnamen Denver im Bereich der Server-CPUs einsteigen.
Zusätzlich lizensierte NVidia den im September 2010 vorgestellten Cortex A15 für künftige Tegra Mobil-SoCs.

Die Architektur des Cortex A15 basiert auf der ARMv7 A Architektur und kann bis zu 4 Kernen beherbergen, von denen jeder über 32KByte Daten- und 32KByte Instruktionscache verfügt.
Alle Kerne zusammen können auf 4MB L2 Cache zurückgreifen.
Danke der Long Physical Adress Extension (LPAE) kann der Cortex A15 bis zu 1TB Daten verwalten.
Der neue Chip soll, trotz gleichbleibender Leistungsaufnahme, wie aktuelle Cortex A9 Prozessoren, das Fünfache der Lesitung selbiger erreichen.
Cortex A15 ist für eine Fertigung zwischen 32nm und 20nm geeignet und bietet damit auch Raum für künftige Projekte in kleinerer Fertigung.
Wichtig: Da die Architektur des Cortex A15 abwärtskompatibel zu aktuellen Cortex Architekturen A8 und A9 ist, kann auch Software, die auf diesen beiden Chips läuft, beim Cortex A15 verwendet werden.

Die A15 Chips sind für verschiedene Einsatzzwecke vorgesehen:

Für den Smartphone-Markt:

Hier gibt ARM als Vorgabe für die Chips 1, oder 2 Kern(e, die mit 1-1,5GHz getaktet sind.

Für den Heimbereich:

Hier gibt ARM als Möglichkeiten Chips mit 2-4 Kernen die mit je 1-2GHz getaktet sein werden.

Für den Server-Bereich:

Hier sollen sogar Chips mit bis zu 8 Kernen und maximal 2,5GHz Taktfrequenz entwickelt werden.

Welche der Varianten NVidia verwenden will wurde nicht bekannt gegeben.
Angesichts der Einsatzzwecke der Chips ist aber durchaus abzusehen, dass der Grafikkartenhersteller, wohl in allen Bereichen Chips fertigen wird, da NVidia aktuell sowohl im mobilen, als auch im Homeentertainment-Bereich tätig ist und gerne in den Servermarkt einsteigen möchte.

Und nicht nur NVidia hat das Potential der ARM Chips erkannt.
Auch Microsoft Chef Steve Ballmer kündigte an, dass man bei künftigen Windows Versionen die ARM Architektur mit berücksichtigen werde und zeigte als Demonstration auch gleich eine Vorabversion des neuen Windows 8, welches auf einem PC mit ARM CPU lief.

Ob die ARM Architektur allerdings die alteingesessene Intel x86-Architektur im Desktop- und Server-Bereich vom Tron stürzen kann bleibt aktuell mehr als fraglich.
Im mobilen Bereich ist ihnen jedenfalls bereits der Siegeszug so gut wie sicher.


Kommentare (6)


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Das ist ohne Frage ein schwerer Schlag für x86 im Mobile Bereich.

Langfristig könnte ARM aber auch in Desktop eine Rolle spielen, zumindest im Einsteiger und in der Mittelklasse. Das könnte x86 sehr gefährlich werden.

Alles in allem ist aber was dran, das ARM ist die Zukunft ist, zumindest in manchen Bereichen. Bin sehr gespannt wie es mit ARM weiter geht und wann Nvidia eine Tegra Plattform für Desktop Rechner vorstellen wird und somit in Konkurrenz mit x86 tritt. Dank Windows 8 ist das ja schon bald möglich. Ein solcher "Schlag" von Nvidia würde ich sehr begrüßen und würde AMD und Intel als x86 Vertreter sicherlich in manch arge Bedrängnis bringen, nur halt noch nicht im High End Bereich, wo vorerst nichts über x86 geht.

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Ich ging bisher davon aus, dass Windows nur auf x86 Systemen lief?!

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Tja bisher, aber das ändert sich wohl mit Windows 8.
Ich denke mal die Unterstützung von ARMs Architektur durch das neue Windows wird wohl das Tor in den Desktop-Markt für ARM öffnen, denn bislang hielt sich die Unterstützung hier ja sehr in Grenzen, aber wenn Windows 8 so beliebt wie 7 wird, dann könnten ARM CPUs über Nacht mit gefühlten 500% aller Desktop-PCs funktionieren.
Nur in der Leistungsfähigkeit müssten sie vllt. noch etwas zu Intel und AMD aufholen.
Klar gegen einen Atom gewinnt so ein Cortex locker, aber ich denke mal Sandy Bridge und Bulldozer dürften deutlich schwerer zu knacken sein ^^ da geb ich Masku Recht
Deswegen: Abwarten was kommt.
Aber mal ehrlich ARM hats wirklich verdient, die ARMv7 ist Gold wert.

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Das Geld im Desktop Desktor wird nicht im High End Bereich verdient, sondern im Einsteiger und Mittelklasse und da kann ARM gut mithalten, in der Mittelklasse mit einem aufgebohrten Tegra Chip wohl auch.

Nvidia sagt es selber, Tegra ist die Zukunft bei Nvidia, nicht mehr GeForce.

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Naja Tegra is ja was ganz anderes als GeForce.
Sicher gehts in die Richtung, aber du wirst am Anfang in nen Tegra SoC noch bei weitem nicht so viel Power reinstecken können, wie in ne Fermi-GPU.
Aber klar: "the future is fusion" da hat AMD zwar recht (is da aber von der Konkurrenz wohl überholt woren ;)) und dementsprechend werden SoCs auch immer beliebter

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Nein ich meinte mit Tegra ist die Zukunft rein das geschäftliche bei Nvidia. Tegra wird mehr Kunden anziehen und für mehr Umsatz sorgen als GeForce, zumindest auf die Dauer gesehen.

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