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Test: Razer Mamba Elite

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Wie einige Videospiel Enthusiasten vielleicht schon mitbekommen haben, stellte  Razer bereits vor geraumer Zeit eine Neuauflage der beiden Top Mäuse Mamba und Imperator vor.

Es handelt sich hier jedoch nicht um einen einfachen Refresh, sondern um die Einführung einer neuen Sensortechnologie, der 4. Generation von Razer.

Dabei setzt Razer nicht mehr nur einen, sondern gleich zwei Sensoren ein, um die Präzision der Eingabegeräte erneut zu erhöhen.
Es handelt sich dabei um einen Lasersensor, wie er auch bereits in den ersten Mamba und Imperator Mäusen zu finden war, und einen Infrarotsensor.
Dank dieser Kombination ist es Razer nun gelungen die Auflösung auf 6400dpi zu erhöhen (vormals 5600dpi) und gleichzeitig eine Möglichkeit zu schaffen eine Anpassung des Lift-Off-Abstandes vorzunehmen.

Als Lift-Off-Abstand wird der Abstand des Sensors zum Tisch bezeichnet, wenn die Maus vom Tisch hochgehoben wird.
Dadurch entstehen, gerade bei Mäusen mit hoher Präzision, nur allzu oft Fehler in der Bewegung des Cursors auf dem Bildschirm, wenn die Maus den Tisch verlässt und wieder auf ihm aufkommt, da die Maus die Bewegung in der Horizontalen nicht mehr richtig erfassen kann.
Dieses Problem beabsichtigt Razer mittels der neuen Sensortechnologie zu beheben.

Außerdem bietet die Maus im Gegensatz zu ihrer direkten Vorgängerin, einen etwas stärkeren Akku, welcher jetzt eine Kapazität von 1100mAh (vorher 800mAh) besitzt und damit rund 15% länger durchhalten soll.
Razer gibt dabei eine Spieledauer von bis zu 16h (vormals 14h) an.

Ein weiteres neues Feature ist, dass die LEDs von Mausrad und Ladedeck in jeder beliebigen RGB Farbe leuchten und die Farben auch durchwandern können.
Kein wesentliches Feature, aber doch eine interessante Neuerung.

Technische Details

  • Maße: 128x70x42,5mm
  • Gewicht: 109g (120g mit Akku)
  • 7 programmierbare Tasten
  • beleuchtetes 2-Wege Rad
  • Razer Sensor der 4. Generation mit  125-6400dpi
  • interner Maus-Speicher
  • 2,1m USB Kabel
  • wahlweise kabelloser oder kabelgebundener Betrieb
  • Akkulaufzeit: 16h (durchgehender Spielbetrieb)
  • Systemanforderungen: Windows XP/Vista/7 oder Mac OS X 10.4 und höher

 

 

Inhalt

Der Inhalt der Verpackung weist keinen wesentlichen Unterschied zur älteren Mamba auf.
Lediglich ein 4G Zeichen klebt nun an der Vorderseite der Verpackung, um sie als neue Mamba zu kennzeichnen.
In den einzelnen Schachteln der Verpackung finden sich:

  • Das USB Anschluss-Kabel
  • Akku und Abdeckung
  • Ladedeck
  • sowie eine Kurzanleitung mit Garantiekarte und Razer-Aufkleber

Fazit:
So auffällig wie die Verpackung ist, so spartanisch ist ihr Inhalt.
Razer packt zur Maus nur das Nötigste, eine Treiber-CD sucht man beispielsweise vergebens, den muss man über die Webseite des Herstellers beziehen.
Angesichts des hohen Preises wäre ein kleines Maus-Pad auch eine nette Zugabe gewesen.
Da der Umfang des Zubehörs aber immerhin ein Ladedeck mit einschließt, welches für eine kabellose Maus eine wirklich sinnvolle Sache ist, sowie einen leistungsstarken Akku, gibt es hier
8/10 Punkte (Gewichtung 10%)


 

Handling

Eines der wichtigsten Themen ist wohl die Frage, wie gut die Maus in der Hand liegt und ob sie sich auch für längere Spielesitzungen eignet, ohne gleich mit Krämpfen in der Hand rechnen zu müssen.

Die Razer Mamba Elite bietet hier von der Form keinen Unterschied zur normalen Mamba.
Die Tasten sind alle gut erreichbar und haben einen angenehmen Druckpunkt, gerade so stark, dasss man sie nicht aus Versehen betätigt.
Ein kleiner Minuspunkt hier sind wohl die Tasten zur dpi-Umschaltung, welche man mit etwas kleineren Händen nicht ganz so optimal erreichen kann.

Die Form der Maus ist so gestaltet, dass ihr höchster Punkt in der Mitte liegt, sodass sie vor allem auch Spieler unterstützt, die ihre Maus gerne mit der kompletten Hand umfassen, da sie so dafür sorgt, dass die Handfläche kaum gekrümmt werden muss und somit Krämpfen bei längerer Spieldauer vorgebeugt wird.

Die Oberfläche der Razer Mamba Elite fühlt sich ebenfalls sehr hochwertig an.
Die Oberseite der Maus ist mit einer besonderen Kunststoffschicht überzogen, welche einem wohl das Gefühl vermitteln soll echtes Leder in der Hand zu halten.
Dieser Effekt gelingt der Maus zwar nicht zu 100%, jedoch fühlt sich die Schicht sehr wertig und angenehm in der Hand an.

Das Gewicht der Mamba lässt sich leider nicht durch zusätzliche Gewichte verändern, wie sie für einige andere Mäuse existieren.
Wer die Maus allerdings gerne etwas leichter hätte, der kann auch den Akku entfernen und so das Gewicht der Maus von 129g (mit Akku) auf 108g (ohne Akku) reduzieren.
Natürlich kann die Maus dann nicht kabellos verwendet werden.
Das Gewicht mitsamt dem Akku ist allerdings als gut ausbalanciert zu bezeichnen.
Bedient man die Maus mit höheren Auflösungen wie 5600dpi oder 6400dpi, so lässt sich der Cursor durch das gut dimensionierte Gewicht sehr präzise steuern.

Fazit:
Das Handling der Maus ist in jeder Hinsicht als vorbildhaft zu bezeichnen.
Razer leistet sich hier keinen Schnitzer.
Weder die Verarbeitung noch die Handhabung der Maus weisen wesentliche Schwächen auf.
Allerdings sei natürlich auch gesagt, dass Form und Design von jedem Anwender unterschiedlich wahrgenommen werden, weshalb es sich grundsätzlich immer lohnt vor dem Kauf zu überprüfen ob die gewünschte Maus einem auch subjektiv gut in der Hand liegt.
Zu den objektiv beurteilbaren Seiten wie Verarbeitung und Präzision lässt sich jedoch nichts negatives Sagen, daher  10/10 Punkte (Gewichtung: 40%)

Treiber

Doch auch die beste Hardware ist nichts ohne einen guten Treiber.
Auch dieser ist bei der Razer Mamba Elite sehr gut gelungen.
Lediglich das Starten und Schließen des Treiberfensters dauert etwas länger, da zuvor die Profile die auf der Maus gespeichert wurden geladen  bzw. zurückgeschrieben werden müssen.
Das dauert im kabellosen Modus verständlicherweise etwas länger, als wenn die Maus direkt über ein USB Kabel mit dem PC verbunden ist.

Das entpuppt sich jedoch auch als Vorteil, will man die Maus an mehreren Computern verwenden.
So müssen nicht auf jedem PC die Einstellungen wieder erneut gesetzt werden, sondern werden gleich mit der Maus mitgeliefert.
Es können bis zu fünf Profile auf dem internen Speicher der Maus erstellt werden.
Dabei kann jedes dieser Profile mit einem Programm verknüpft werden, bei dessen Start es automatisch aktiviert wird.
Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel spezielle Profile zum Surfen im Netz, oder zur Bildbearbeitung erzeugen.

Aber kommen wir zunächst erst zu den Neuerungen die sich gegenüber der Vorgängerin ergeben haben.
Diese beschränken sich im Treiber der Razer Mamba Elite auf zwei Aspekte.
1. Die Empfindlichkeit lässt sich auf bis zu 6400dpi hochregeln (bei der Razer Mamba nur bis 5600dpi)
2. Es existiert neue Menü mit der Bezeichnung Surface Calibration.

In diesem neuen Menü kann man einstellen ob sich die Maus an die Oberfläche anpassen soll, oder nicht.
Mit Anpassung ist hier die Lift Off Distanz gemeint, also wie lange die Maussensoren beim Hochheben der Maus noch die Oberfläche abtasten sollen
Dies kann entweder automatisch von der Maus gewählt werden, oder manuell vom Benutzer.
Der Vorteil ist klar: Je kleiner der Lift Off, umso weniger wird der Cursor beim Hochheben der Maus von der momentanen Position abweichen, weil Ungenauigkeiten bei der Messung auftreten.
Die Frage ist aber, warum man diese Option überhaupt ausschalten können soll, da sie doch eigentlich in jeder Situation äußerst nützlich ist.
Das ist zwar richtig, allerdings schränkt die Anpassung an die Oberfläche die Maus in der Kompatibilität zum Untergrund ein, sodass sie zum Beispiel auf teilweise durchsichtigen Flächen nur noch schlecht bzw. gar nicht mehr funktioniert.
Somit ist es durchaus sinnvoll auch diese Funktion abschalten zu können.

Alle weiteren Funktionen des Treibers entsprechen denen der älteren Razer Mamba.

So lassen sich allen Tasten beliebige Befehle zuweisen.
Die Empfindlichkeit des Sensors, sowie die Polling Rate und Cursor Beschleunigung sind einstellbar.
Bis zu 5 Profile für die Maus erstellen, importieren, exportieren, sowie löschen.
Außerdem können die Profile einem Programm zugewiesen werden, bei welchem sie automatisch ausgewählt werden.
Makros können erstellt, importiert, exportiert und gelöscht werden.
Die Farbe und Helligkeit der LED des Mausrads und wie lange die Maus im kabellosen Betrieb auf eine Eingabe warten soll, bis sie in den Sleep Modus wechselt kann natürlich auch eingestellt werden.
Vor allem die Einstellungen der LED Helligkeit, aber auch der Sleep Mode Zeit und der Polling Rate können den Akkuverbrauch der Maus entscheidend beeinflussen.
Interessant ist, dass der Treiber hier noch nicht die korrekte Zeit für die Razer Mamba Elite prognostiziert, sondern der Vorgänger-Maus.
Die neue Mamba hält, dank dem 1000mAh Akku, 15% länger durch, was sich im normalen Alltag durch eine längere Akkulaufzeit zwischen 1-2 Stunden bemerkbar macht.

Fazit:
Der Treiber der Razer Mamba Elite ist sehr ausgereift und umfangreich, wie man es von einer High End Maus erwarten kann.
Er erweitert den Funktionsumfang der an sich schon hervorragenden Mamba Elite und bietet wichtige Einstellmöglichkeiten für Präzision und Akkulaufzeit.
Mehr kann man sich von einem Maustreiber kaum wünschen  10/10 Punkte (Gewichtung: 35%)


Kabelloser Betrieb

Auch im kabellosen Betrieb macht die Razer Mamba Elite einen sehr guten Eindruck.
Die Präzision in Spielen und Anwendungen ist ausgezeichnet und kann restlos überzeugen.

Probleme gibt es aber doch.
So ist in der nunmehr zweiwöchigen Testphase die Maus im kabellosen Betrieb bereits einige Male stecken geblieben, sodass in Spielen kein Drehen der Ego-Perspektive mehr möglich war und erst nach einigen Sekunden wieder möglich war.
Auch Tastendrücke der Maus mussten bisweilen zweimal erfolgen, bis der Computer sie akzeptierte.
Ob dieses Verhalten an der Maus selbst, dem Treiber, dem Computer, oder einem anderen Gerät lag, dass den Funk der Maus störte, konnte bisher noch nicht eruiert werden.
Da die Probleme allerdings nur im kabellosen Betrieb auftraten, kann man ein Problem mit dem PC selbst wohl ausschließen.

Aus diesem Grund bekommt die Maus in dieser Kategorie nur  8/10Punkte (Gewichtung 15%) – unter Vorbehalt bis die Ursache gefunden ist.

 

Gesamtfazit

Die Razer Mamba Elite ist – trotz kleiner Probleme – eine exzellente Maus.
Dank hoher Präzision und weiteren nützlichen Features des Treibers und der Maus selbst, ist sie wohl eine der besten Mäuse, die es aktuell für Geld zu kaufen gibt.
Das ist jedoch auch ihr größter Nachteil: Der Preis.
Zwar bekommt man für sein Geld eine exzellente Leistung, allerdings sind 130€ UVP zu viel für eine Maus.
Hinzu kommen noch die vereinzelt auftretenden Störungen im kabellosen Betrieb, die bei einer Maus dieser Preiskategorie nicht auftreten sollten.
Wer also nicht unbedingt ein Vermögen für ein Eingabegerät ausgeben will, der fährt mit der deutlich günstigeren Imperator aus gleichem Hause, oder einem guten Konkurrenzprodukt – wie zum Beispiel der Logitech G700 –  bezogen auf die reine Leistung vielleicht nicht ganz so gut, bezogen auf die Leistung im Verhältnis zum Preis aber deutlich besser.
Wer jedoch auf ein ausgezeichnetes Gesamtpaket egal zu welchem Preis nicht verzichten will, dem wird die Razer Mamba Elite viel Freude bereiten.

Daher das Gesamtfazit:

Leistung: 9,5/10 Punkte

Leistung/Preis: 5/10 Punkte

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