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Soundkarten Test Deluxe: Auzentech X-Fi Prelude trifft auf Asus Xonar D2X

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X-Fi gegen Xonar D2Da ich unbedingt eine PCIe Soundkarte benötigte, musste meine geliebte Auzentech X-Fi Prelude weichen, leider. Doch welche Soundkarte sollte es sein? Als X-Fi Guru schaute ich natürlich wieder nach X-Fi, natürlich von Auzentech. Doch keine PCIe Soundkarte Auzentechs sagte mir zu, sind sie doch alle schlechter als die Prelude über Analog Verbindung.
Am Ende wurde es also die Asus Xonar D2X. Da ich schon viele X-Fi Soundkarten hier hatte und auch schon mal einen X-Fi Vergleich zwischen Creative und Auzentech X-Fis schrieb, musste ich natürlich jetzt auch einen Vergleich schreiben, denn es gibt wohl aktuell keine besseren Soundkarten als wie die Asus Xonar D2, D2X und die HDAV Reihe sowie die Auzentech X-Fi Prelude.

Ich will auch weiter nicht auf techn. Daten etc. eingehen, diese sollten Kennern bekannt sein. Was also denkt ein X-Fi Guru über die Xonar D2X? Wie gut ist die Karte gegenüber meiner geliebten Prelude?

Das ganze wurde getestet auf einem Z5500 System (Rest meiner Hardware siehe Signatur), also kein High End Heimkinosystem, sondern ein High End PC System. Merkt man dort überhaupt den Unterschied?

Allgemein

Die Xonar selber macht auf den ersten Blick einen besseren Eindruck. Der EMI Shield, die beleuchteten Ausgänge hinten und das viele Zubehör in der Verpackung. Bei der Prelude und anderen X-Fis bekommt man nur die Karte und das ein oder andere Kabel samt Anleitung. Nicht bei Asus, die wirklich an fast alles gedacht haben.
Während eine X-Fi ohne EMI Shield recht nahe an der GPU meistens vermehrt Probleme bereitet, läuft meine Xonar D2X, die direkt über der GPU in einem PCIe x4 Slot sitzt, ohne auch nur einen Aussetzer. Man merkt schon, das eine Xonar weniger anfällig ist wie eine x-Fi, was sie aber ihren EMI Shield mit zu verdanken hat.
Ein kleiner Nachteil ist, das die Xonar D2 Serie einen Floppy Stromstecker benötigt, während die Prelude ohne zusätzlichen Strom auskommt.

Von der Hardware ist die Xonar D2X im Vorteil: Deren Wandler sind höherwertiger als die Wandler der Prelude. Beide besitzen hochwertige Bauteile wie Solid Kondensatoren. Vorteil Prelude: Hier kann man OPAMPs und die Wandler für die Höhen und Mitten tauschen, bei der Xonar D2 Serie ist dieses nicht vorgesehen, aber es sei erwähnt: Die Wandler der Xonar D2 Serie (Burr Brown) sind eh sehr hochwertig.

Allgemeines Klangbild

Zunächst sei gesagt, das die Xonar D2X ein völlig anderes Klangbild erzeugt, als jede X-Fi, die ich bisher gehört habe. Ich musste mich erst einmal daran gewöhnen und das meine ich jetzt weder positiv noch negativ.
Die Xonar D2X bringt wirklich alles, sei es Höhen, Mitten und Bass, wesentlich klarer rüber als jede X-Fi, die ich kenne inkl. der Prelude. Diesen feinen Unterschied merke ich selbst bei mir auf dem Z5500. Und auch bei sehr lauter Lautstärke, bleiben die Töne klar.
Was ich auch deutlich feststellen konnte ist, je höher die kBits des Materials sind was abgespielt wird (z.B. MP3), umso deutlicher merkt man die Xonar D2X. Die X-Fi, selbst die Prelude als X-Fi König über Analog, kann hochwertige Aufnahmen nicht so deutlich in Szene setzen, wie es die Xonar D2X eindrucksvoll zeigt. Man kann fast sagen das es der X-Fi egal ist wenn das Material höherwertiger ist. Die Xonar aber dreht dann erst recht auf. Der Unterschied dort zwischen Xonar D2X und Prelude ist fast so wie bei einer DVD/Blu Ray (siehe unten).

In Bezug auf MP3s muss ich sagen: Beide Karten liegen grundsätzlich fast gleich auf. Die Prelude klingt kraftvoller und bringt die Musik intensiver rüber, dafür aber zu lasten der allgemeinen Soundqualität. Die Xonar kontert mit klaren und sauberen Tönen samt Bass und einem besseren Surround Feeling (siehe näheres unten bei Punkt CMSS3D vs. Xonar Upmix).
Wer die harte und raue Tonart haben will, greift zur Prelude und aktiviert den Crystalizer. Glücklicher kann man bei MP3s fast nicht werden. Wer die feinere und saubere Art haben will, sollte jede X-Fi inkl. der Prelude meiden und zur Xonar D2 Serie greifen.

Die Sache mit dem Crystalizer

Die einen hassen ihn, die anderen lieben ihn. Ich gehöre klar zu letzter und deshalb muss ich den hier nochmal gesondert erwähnen. Wenn der Crystalizer auf der Prelude aktiviert ist, pimpt der meine MP3s (besonders bei Schranz/Hardtechno) erst richtig auf. Die Xonar D2X kann hier mit keiner Funktion kontern. Es gibt nichts, was dies so gut in Szene könnte auf der Xonar D2X. Natürlich kann das bei z.B. Jazz, Heavy Metal etc. anders sein und der Crystalizer erzeugt dort eher einen negativen Effekt, aber bei Techno ist der Göttlich.
Trotz aller Qualität der Xonar D2X habe ich in den ersten Tagen den Crystalizer am meisten vermisst. Man muss sich das so vorstellen: Die X-Fi Prelude bietet eh ein anderes Klangbild als die Xonar D2X. Wenn dann noch der Crystalizer hinzu kommt, wird es schwer für die Xonar dort mitzuhalten. Der Sound der X-Fi hört sich dann in etwa so an: Brachial, druckvoll, intensiver.

Aber der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier. Mittlerweile habe ich mich an das neue Klangbild der Xonar D2X gewöhnt und auch entsprechend die Karte für mich optimal konfiguriert. Jetzt muss ich sagen, das ich dem Crystalizer immer weniger nachtrauere. Die Xonar D2X mit ihren klaren Bässen und Tönen hört sich einfach toll an. Zwar ist dies nicht wie bei der Prelude Brachial, Druckvoll und Intensiver, aber dafür klarer, dynamischer und ausgewogener. Je mehr und je länger man die Xonar D2X hört, umso weniger trauere ich dem Crystalizer nach.
Man merkt nach paar Tagen/Wochen warum Asus wohl keine solche Funktion bei der Xonar anbietet: Wenn man eine Karte wie die Xonar D2X hat, die saubere und klare Töne rüber bringt und für High Quality Sound entworfen ist, ist ein Crystalizer nutzlos. Er pimpt zwar MP3s auf, dies geht aber zu lasten der Qualität. Und eine Soundkarte mit klareren Tönen und Bässen kann das fast genau so gut rüber bringen, ohne jeglichen Verlust an Audioqualität.

Als persönliche Anmerkung muss ich hier nochmal erwähnen: Wenn man über die ganzen Jahre eine X-Fi mit Crystalizer gewöhnt ist (bei mir eigentlich immer auf 70% eingestellt), ist es erstaunlich, wie anders MP3s ohne Crystalizer klingen können. Fast ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Der Bass

Als Schranz/Hardtechno Fan ist mir persönlich der Bass fast am wichtigsten. Ohne Bass bei mir nichts los. Und genau dort konnte die Prelude, vor allem mit Crystalizer, deutlich punkten. So einen Druckvollen Bass gibt es selten.

Der Bass der Xonar D2X ist zwar nicht so druckvoll wie bei einer Prelude, dafür aber deutlich klarer. Dies ist deutlich zu merken, wenn man die Lautstärke mehr und mehr anhebt. Die Xonar D2X bleibt dann beim Bass weiterhin klar, die X-Fi Prelude hat mehr Druck, aber dies geht zu lasten der Qualität.
Ohne zusätzliche Einstellungen im Xonar Audio Center liegt der Bass der Xonar D2X vom Druck, wie oben genannt, deutlich hinter der Prelude, vor allem wenn bei letzterer der Crystalizer aktiviert wird. Schaltet man EQ hinzu und optimiert den Bass über den Punkt „FlexBass“ im Xonar Audio Center, kommt dieser näher an die Prelude ran, kann aber, wenn die Prelude den Crystalizer zur Hilfe nimmt, nicht mithalten. Dafür wie gesagt ist der Bass bei der Xonar klarer.
Obwohl der Bass der Xonar nicht so druckvoll ist, mag ich diesen mittlerweile doch lieber wie den Bass der Prelude (hätte nie gedacht, das ich das sagen würde). Mittlerweile habe ich ein Setting gefunden, wo der Bass der Xonar D2X recht druckvoll ist, aber deutlich klarer ggü. der Prelude. Was bringt ein Super doller Bass der X-Fi mit Crystalizer, wenn er nicht klar wiedergegeben wird? Die Xonar D2X macht das sehr gut, nicht ganz so druckvoll aber dafür klar, auch bei höherer Lautstärke des Basses. Für mich ist das die bessere Wahl.

CMSS3D vs. Xonar Upmix

Natürlich spielt auch der Upmix bei Stereomaterial eine wichtige Rolle. CMSS3D ist eine Creative Eigenentwicklung und Creative macht dies sehr gut. Die Xonar kontert mit Dolby und DTS. So steht Dolby Pro Logic II und DTS Neo PC als Upmix bei der Xonar zur Verfügung. Hier muss ich leider sagen, sind beide bei mir nicht überzeugend. Das macht CMSS3D deutlich besser, aber Asus hat noch einen dritten Upmix, einen Xonar internen.
Und genau dieser macht seine Aufgabe wie ich finde besser als CMSS3D. Der Upmix hört sich mind. genauso gut an wie CMSS3D, aber der Asus eigene Upmix hat noch eine Geheimwaffe: Während Creative mit CMSs3D das Stereomaterial auf alle Boxen hoch-skaliert und es überall aus den Boxen gleich laut klingt, versucht Asus mit seinem Upmix den Upmix für jede Box einzeln zu regeln. So soll ein 5.1 Surround- Feeling entstehen, anstatt Stereo auf allen Boxen.
Asus simuliert also den Upmix so, als würde natives 5.1 Material vorliegen und genau das gefällt mir so gut. Das Surround Sound Feeling ist merkbar besser als bei CMSS3D. Schon beim ersten hören war ich überrascht, denn eigentlich hatte ich meine Bedenken, ob Asus hier mit CMSS3D mithalten kann.
Was soll ich sagen, ja sie können und sie machen es sogar besser. Nur Dolby ProLogic II und DTS Neo PC hat mich dagegen nicht überzeugt.

Das einzige was etwas nervt ist, dass man im Xonar Audio Center auswählen muss, welches Material mit wie vielen Channels vorliegt. Beispiel: MP3 hat meistens nur 2 Kanäle. Somit muss man dann 2 Channels einstellen. Bei Spielen sind es meistens 8 Channels. Also umstellen auf 8 Channels.Auf die Dauer nervt das etwas. Bei den X-Fi muss man dies zwar nicht machen, dafür muss man aber immer CMSS3D an. oder ausmachen. Im Endeffekt nimmt sich das nichts, da bei beiden Karten immer entsprechend umgestellt werden muss.

Die Software

Als ich bei Release der Xonar D2 Serie damals auf Bildern die Xonar Software sah, dachte ich, diese wäre etwas zu kompliziert. Jetzt muss ich sagen, sie ist durchdacht, bietet jede Menge Infos und Einstellungen. Ich konnte bisher keinerlei Fehler oder ähnliches Festellen.
Die Software der Auzentech, also der bekannte CSL, finde ich genau so durchdacht. Also beide nehmen sich nichts und bieten alles was sein muss und haben eine gute Übersichtlichkeit.
Das bekannte SVM Feature der X-Fi gibt es ebenfalls bei der Xonar. Dieses nennt sich SVN^^. Da ich SVM bei X-Fis eigentlich immer genutzt habe, zumindest bei MP3s, nutze ich auch aktuell SVN der D2X. Was ich interessant finde: Während SVM bei meinen ganzen X-Fis immer nach unten abriegelte, sprich die Lautstärke der einzelnen Boxen wird auf die leiseste im System runter geregelt, macht SVN der D2X das genau anders herum: Hier wird hoch geregelt. Und obwohl dies so ist, übersteuert das ganze nicht. Allerdings ist der Unterschied bei SVN ggü. Standard ohne SVN sehr gering. Bei den X-Fis war der Unterschied ggü. Standard ohne SVM deutlicher. Eine THX Konsole der X-Fi sucht man bei der Xonar D2X aber vergebens.

Was ich hier mal als sehr positiv bei der Xonar D2X erwähnen muss ist die Tatsache, dass die Xonar in der Registry deutlich weniger Spuren hinterlässt. Wer einmal sein System von X-Fi Resten befreien musste weiß, wie viele Einträge X-Fis hinterlassen. Zwar habe ich mein System noch nicht von Xonar Resten cleanen müssen, aber wenn ich einfach mal in die Registry schaue sehe ich viel weniger Einträge wie bei Creative/Auzentech. Lobenswert!

Modis

Die Prelude bzw. X-Fis allgm. bieten 3 Modis, Unterhaltungs-, Spiele- und Audioerstellungsmodus. Auch Asus bietet versch. Modis an: Game, Movies, Music und HiFi. Ich persönlich nutze aber nur den Game Modus, da z.B. beim Music Modus sämtliche Einstellungen, die ich manuell vorgenommen habe, ignoriert werden bzw. abgeschaltet werden. Deaktiviere ich den Modus wieder, werden meine Einstellungen wieder aktiviert.
Allerdings sieht man, das auch hier die Xonar D2X der X-Fi in nichts nachsteht und auch verschiedene Modis anbietet.

Games

Getestet mit der Xonar D2X habe ich folgende Games: Crysis, Crysis Warhead, Half Life 2 samt Episode 1, 2 und Cinematic Mod 10, Fallout 3, Dead Space, Metro 2033, UT3, Quake 4 und FEAR 1.
Bei der Xonar D2X habe ich immer den Game Mode angemacht. Was mir aufgefallen ist, dass die Xonar D2X nicht ganz an die Prelude in Games ran kommt. Die Xonar bietet tollen Sound, keine Frage. Die X-Fi Prelude bringt das ganze aber besser rüber, besonders wenn im Spiel hinter einem die Post abgeht, kann die Prelude das besser rüber bringen.
Aber es gibt auch Games, wo man so gut wie keinen Unterschied merkt, wie in Crysis, Crysis Warhead und Fallout 3. Bei der Half Life 2 ist es manchmal so, das ich meine das das bei meiner ehemaligen X-Fi anders geklungen hat, ich aber das „wie“ jetzt nicht näher beschreiben kann. Das ist mir ab und zu an bestimmten Stellen im Spiel aufgefallen. Größtenteils aber konnte ich keinen Unterschied dort feststellen. Vielleicht lag das aber auch am Cinematic Mod, welcher ja auch andere Sounds ins Spiel einfügt. Den größten Unterschied stelle ich in nativen OpenAL Games fest. Hier kann sich die X-Fi Prelude klar vor die Xonar D2X platzieren, kein Wunder, denn die OpenAL Soundarchitektur stammt von Creative. Die Xonar macht ihren Job dort gut, aber gegen eine X-Fi Prelude reicht es aber nicht.

EAX

Man muss hier klar erwähnen, das EAX eigentlich so gut wie tot ist und es ein Wunder seitens Creative bedarf, um EAX in künftigen Games weiter zu pushen. Kaum ein Spielentwickler baut in seinen neusten Games die EAX Schnittstelle ein. Mit ein Grund ist die neue Soundarchitektur von Windows, die es seit Vista gibt.
Dennoch wollte ich es mal testen. Die Xonar Reihe kann EAX2 in Hardware und EAX5 in Software. Die X-Fi kann bis EAX5 in Hardware verarbeiten, braucht aber unter Vista/7 Alchemy dafür. Bei Asus nennt sich der EAX Mode DS3D GX Mode. Ein entsprechender Button findet sich im Xonar Audio Center direkt neben dem Game Mode Button.

Ein EAX5 Spiel habe ich nicht auf die schnelle gefunden, daher testete ich folgende EAX Spiele:

  • FEAR 1 (Direct3D Audio, EAX4)
  • Doom 3 mit Patch 1.3.1 (OpenAL, EAX4)
  • Quake 4 mit Patch 1.4.2 (OpenAL, EAX4)

In FEAR 1 muss ich klar sagen, merke ich keinen Unterschied. Beides klingt so wie es sein soll und man merkt die EAX Effekte bei beiden genauso intensiv. Die Xonar muss dies zwar über die CPU berechnen lassen (weil EAX4), da ich aber 8 Threads habe und FEAR 1 nicht mal Dual Core CPUs voll auslastet, soll mir das egal sein. Zwischen Hardware EAX und Software EAX habe ich keinen Unterschied festgestellt.
In Doom und Quake aber merkt man den Unterschied. Die X-Fi Prelude klingt in meinen Ohren schon unmittelbar nach dem Start des Levels besser bzw. bringt das geschehene (Explosionen, Hall Effekte etc.) intensiver rüber. Meiner Meinung aber liegt dies an der OpenAL Audioschnittstelle der beiden Games. Denn dort, wie ich oben schrieb, klingt die X-Fi einfach besser.
Dennoch kann ich mich auch mit dem Xonar Ergebnis zufrieden geben.

DVD/Blu Ray Wiedergabe

Bei Medien mit einer nativen 5.1/7.1 Tonspur wie eine DVD oder Blu Ray ist der Vorteil doch deutlich zu hören. Wie ich oben schrieb, dreht die Xonar D2X bei hochwertigen Material erst richtig auf. Hier machen sich die sehr guten Wandler der Xonar bemerkbar. Schon nach paar Minuten erkennt ein ehemaliger den X-Fi Prelude User den Unterschied. Nicht nur das die Xonar D2X klarer und überlegener klingt, sie setzt die ganzen Surround Effekte auch besser in Szene.
Hier merkt man, dafür wurde die Xonar D2X entwickelt, während die X-Fi eben nur rein für Games entwickelt wurde. Man möchte hier die Xonar nicht mehr wissen so gut wie sie das rüber bringt und bedenkt, das mein Z55 hier noch limitiert. Auf einem richtigen Heimkinosystem dürfte der Unterschied zur x-Fi Prelude noch deutlicher ausfallen. Alles in allen bin ich beeindruckt was die Xonar D2X hier selbst bei mir auf dem Z55 leistet.

Digitale Ausgabe

Wie auch bei der Prelude steht der Xonar D2X ein Digi-Out und ein Digi-IN zur Verfügung, je als Coax Version. Mit beiliegenden Adaptern lässt sich auch Toslink nutzen, so wie auch bei der Prelude. Beide können von Haus aus Dolby Digital Live und DTS Connect.
Da ich eigentlich nur Analog nutze und ich die Prelude nur ganz kurz mal über Digital mit dem Z55 verbunden habe, möchte ich weiter nicht viel darüber sagen. Hier kommt es eh auf den externen Receiver an.
Die Xonar D2X klingt vom ersten Eindruck ähnlich wie eine X-Fi über Digital, ich persönlich finde aber die analoge Wiedergabe in meinem Fall besser, da die Xonar D2X bessere Wandler hat als mein Receiver vom Z55.

Kleinigkeiten

Leider muss man aber auch bei der Xonar Abstriche in kauf nehmen. Während die Xonar soweit alle Dolby/DTS Techniken bietet, hat sie eins aber nicht, wie viele Creative und Auzentech X-Fis: Einen Hardware Dekoder.
Wer also digital in die Xonar rein gehen will und analog wieder raus geht, bekommt ohne HW Dekoder nur 2.1, es sei denn, das Medium kann über einen Player mit SW Dekoder wiedergegeben werden, wie PowerDVD, WMP etc.
Für alle, die also ihre Spielkonsole damit verbinden wollen und den Ton von den Spielen über die Xonar ausgeben wollen, werden sich ärgern. Denn der Ton kommt in 2.1 raus, nur mit HW Dekoder kann man 5.1 genießen.

Der Treiber Support bei Creative und Auzentech ist auch nicht der schnellste. Bei Asus zeigt sich ähnliches. Der aktuelle Win 7 Treiber für die Xonar D2 bzw. D2X stammt von Anfang 2010. Wer also regelmäßige Treiber Updates erwartet, wird auch bei Asus enttäuscht. Aber: Wozu regelmäßige Treiber, wenn der aktuell doch läuft? Das denkt sich Auzentech und auch Asus.

Bugs/Fehler/allgmeiner Betrieb

Ich habe die Xonar D2X jetzt ca. 2 Wochen und konnte keinerlei Fehler oder Bugs feststellen. Die Karte läuft und läuft. Das war aber auch so bei der Prelude, die ich vorher hatte. Und obwohl ich vorher die Prelude hatte und Windows 7 nach Einbau der Xonar D2X nicht neu aufgesetzt habe, wurde die Xonar anstandslos erkannt und es traten keine Kompatibilitätsprobleme auf. Man sollte nur wie ich vorher das System von Creative manuell reinigen (siehe X-Fi FAQ).

Fazit

Bevor ich die Xonar D2X bewerte, noch ein paar Worte zu der X-Fi Prelude. Die X-Fi Prelude ist weiterhin eine sehr gute Soundkarte. Sie produziert den besten Analog Klang aller X-Fis und kann sich besonders in Games voll in Szene setzen. Der Crystalizer ist die Geheimwaffe der X-Fi und hier kann Asus mit nichts kontern. Aber nicht immer zieht der Vorteil Crystalizer. Und selbst wenn er sich gut in Szene setzt, leider immer die Soundqualität.
Ich habe die Prelude „geliebt“ und würde die auch weiterhin weiter empfehlen. Vor allem glänzt die Prelude mit Ihrer Erweiterbarkeit. Man kann Wandler und OPAMPs tauschen und die Prelude so noch besser machen. Wie gut die dann wird, kann und will ich jetzt nicht sagen.

Mittlerweile muss ich aber sagen, das ich die Prelude nicht mehr vermisse, da die Xonar D2X hier teils eindeutig über der Prelude steht. Das was die X-Fi falsch macht außerhalb von Games, wird auf der Xonar quasi perfekt umgesetzt. Vor allem die klaren und sauberen Töne wissen zu gefallen. Die X-Fi punktet klar in Games und kann gerade in OpenAL Games durch eine bessere Umsetzung der Effekte glänzen. Doch das heißt nicht, das die Xonar hier schlecht ist. Auch wenn die X-Fi vorne ist, macht die Xonar auch dort ihren Job gut. Bei anderen Games wie Crysis merkt man gar keinen Unterschied.
Zwar kann die Xonar EAX über dem EAX 2 Standard nur emulieren, doch im Falle von Fear (EAX4) habe ich keinerlei Unterschied im Spiel selber Festellen müssen. Das EAX 5 Argument zieht schon lange nicht mehr und weil das ganze so ist, ist die Xonar aus allen Gesichtspunkten doch die bessere Karte. Die X-Fi kann nur in OpenAL Games punkten, bei allem anderen ist die Xonar entweder gleichwertig oder gar vor der Prelude.

Nur wer wirklich nur auf Games Wert legt und den Crystalizer aktiv nutzt oder nutzen will, sollte sich die Prelude holen. Gerade das „Aufpimpen“ von MP3 Material durch den Crystalizer sucht seines gleichen, aber bedenkt das hier Qualität verloren geht, auch auf einer Prelude. Sobald Musik oder Videos im Vordergrund stehen, macht die Prelude zwar auch ihren Job gut, die Xonar D2X macht ihn aber noch besser.
Außerdem gilt zu beachten, dass die Xonar D2X aufgrund ihres PCIe Interface und des EMI Shields effektiver eingesetzt werden kann.

Wer also die beste Soundkarte für Analog Sound sucht, kommt eigentlich nicht an der Xonar D2 Serie vorbei. Denn egal wo und egal wie, die Xonar D2X bleibt stets klarer und sauberer. Man muss aber die Xonar D2X erst mal hören, um zu verstehen, was sie anders bzw. besser macht.

Siehe auch:
Creative X-Fi vs. ASUS Xonar
Creative X-Fi vs. Auzentech X-Fi Prelude vs. Auzentech X-Fi Forte
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Kommentare (38)


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Nun gut, wir haben gelernt Musik liegt im Ohr des Betrachters.
Somit bin ich schon mal nen Schritt weiter. Ich dachte nämlich Musik wäre das was MTV/Viva (jaja, MTV bringt kaum noch Musikvids...) publizieren.
Somit bin ich einen gewaltigen Schritt weiter.

DANKE DAFÜR!

Und wenn ich nen Lerneffekt habe, werden andere ihn evtl. auch haben.

Somit, ABGEHAKT!

Dankeschön!

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kann die d2x eigentlich auf irgenteine weise 8.2?

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Die Xonar D2X ist eine 7.1 Soundkarte - hat 4 Stereo Klinke Ausgänge - ergo kann man darüber maximal 7.1 ausgeben.

Die Frage ist viel eher warum 8.2? gibt kein Quellmaterial dafür, das .2 kann man sich auch selbst aufbauen indem man sich nen zweiten Woofer hinstellt und die Frage die sich mir ncoh stellt - für was nen Back Surround Center?

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Ich kenne keine 8.2 fähige Soundkarte. Höchstens im Profi Bereich, aber das weiß ich nicht.

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ich frag mal meinen Bruder, der is Hobbymäßig DJ & Poducer, was der in Benutzung hat. soweit ich weiss, is das ne Profi Soundkarte.

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Jaa... aber 1. ham die meistens stereo, weil Musik halt hauptsächlich über zwei Kanäle läuft
2. die wird dementsprechend auch kosten. 800€ kann man für ne gute schon rechnen.
Ich glaub das lohnt für Otto-Normal nicht.

Was möglich wäre ist natürlich 9.1 bzw. 9.2 das entspricht dem Dolby Prologic IIz Standard.

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Hab jetzt die D2 drinn und wenn bassflex on ist ist der Bass brachial der sub meines teufelsys kommt schon bei mitlerer lautsärke zum übersteuern!Hatte vorher ne Prelude und muss sagen das der Bass der Xonar besser ist!!!!Die Karte klingt bei musik und filmen erste sahne.Spiele muss ich noch testen.

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Dafür wurde die Xonar ja gemacht. Aber mit Crystalizer und diversen Bassverbesserungen der X-Fi, kommt die Xonar nicht mit. Dafür ist der Bass bei der Xonar dann klarer.

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2728
Japp, das stimmt allerdings. So schwer mir das fällt, bei mp3s mit schlechter Qualität/Bitrate hat meine ehemalige Xtreme Music fast ein bissen mehr draus gemacht, als man ihr zutrauen würde. Aber so schlechte Quali hab ich nie^^ Und, dass der Bass in jeder Hinsicht bei den großen Xonar Karten um ein Vielfaches besser ist, wurde ja schon häufiger besprochen.

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also wiegesagt hier sind die boxen das schwächste glied in der kette mehr druck wie geht geht nicht ob jetzt mit der prelude oder xonar.wen bassflex aus ist hat die prelude mehr druck.aber selbst mit crystalizer und bassmangemet war der bas nicht so gut wie auf der d2.Welche mehr druck erzeugt kann ich nicht sagen da beide karten mein sys übersteuern!

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